(jl) Luc Holtz veränderte seine Startelf auf einer Position im Vergleich zur Vorwoche. Für den gelb-gesperrten Sietan rückte Julian Rieckmann in die Anfangsformation. Bewegung gab es dafür aber auf der Bank. Diakhaby, Thalhammer, Voelcke und Shipnoski standen allesamt nicht zur Verfügung, weshalb Kryeziu und Bauer aus dem Nachwuchsbereich erstmals im Drittligakader standen.
Zum Spiel: Der SVW kam zunächst besser in die Partie und setzte früh offensive Akzente. Schon in der 2. Minute kombinierten sich die Blau-Schwarzen gefährlich nach vorne: Ferati steckte auf Okpala durch, dessen Abschluss MSV-Keeper Braune mit dem Fuß allerdings stark parierte. Es war ein erster Warnschuss der Buwe, die auch in der Folge immer wieder mit schnellen Umschaltmomenten für Unruhe sorgten.
Doch mit zunehmender Spieldauer übernahm der MSV die Kontrolle über das Spielgeschehen. Besonders über die linke Seite mit Sussek und Noß wurden die Zebras gefährlich – und genau dieses Duo war in der 20. Minute am Führungstreffer beteiligt. Nach einem starken Solo von Sussek legte dieser quer, Heike verpasste zunächst, doch Noß traf aus dem Rückraum wuchtig unter die Latte zum 1:0. Was das Schiedsrichtergespann übersah, dass Heike bei der Hereingabe von Sussek im Abseits stand.
In der Folge versuchte Mannheim, wieder besser ins Spiel zu finden. Vor allem Ferati und Okpala sorgten in der Offensive für Bewegung, doch es fehlte an der Präzision im letzten Drittel. Die beste Chance zum Ausgleich hatte Masca kurz vor der Pause, als Abifade von links maßgenau flankte und der Stürmer den Ball per Kopf nur knapp am Pfosten vorbeisetzte (42.).
Trotz dieser Chancen war es keine gute erste Hälfte der Buwe. Der MSV war giftiger in den Zweikämpfen – dem SVW fehlte es an Struktur im Spielaufbau und Stabilität im zentralen Mittelfeld.
Im zweiten Durchgang dann ein ähnliches Bild: Die Anfangsminuten gehörten den Buwe, doch der MSV hielt dagegen und zeigte sich wie schon in der ersten Halbzeit effizient im Abschluss. Abifade kann im Mittelfeld einen Kopfball nicht sauber klären und dann geht es schnell: ein Pass in die Tiefe und Bitter zwingt Masca ins eins gegen eins im eigenen Strafraum – ein Haken, ein Schuss und es steht 2:0 für den MSV Duisburg (69. Minute).
Dass kurz vor Ende der Partie doch noch einmal kurz Spannung aufkam, lag am eingewchselten Terrence Boyd, der einen Freistoß von Ferati per Kopf zum 1:2 Anschlusstreffer vollendete (84. Minute). Die Buwe drückten anschließend noch mit aller Kraft auf den Ausgleich. Ein Kopfball vom mit nach vorne gelaufenen Nijhuis wurde in der Nachspielzeit gerade noch so auf der Linie geklärt (90.+6). Danach war Schluss. Der Waldhof wachte zu spät auf und muss die zweite Niederlage in Folge verkraften.
Weiter geht es am kommenden Mittwoch mit einem Heimspiel im bfv-Rothaus-Pokal gegen Astoria Walldorf, ehe nach der Länderspielpause der SV Wehen Wiesbaden zu Gast im Carl-Benz-Stadion sein wird.

