Dennis Jastrzembski: „Als ich dann unsere Fans gesehen habe, hatte ich wirklich Gänsehaut“ Dennis Jastrzembski: „Als ich dann unsere Fans gesehen habe, hatte ich wirklich Gänsehaut“

News

Dennis Jastrzembski: „Als ich dann unsere Fans gesehen habe, hatte ich wirklich Gänsehaut“

Dennis Jastrzembski: „Als ich dann unsere Fans gesehen habe, hatte ich wirklich Gänsehaut“

/// Der 20-jährige Dennis Jastrzembski im Interview

Mit Dennis Jastrzembski hat der SV Waldhof Mannheim vor etwas weniger als einer Woche auf dem Transfermarkt den Kader nochmals für die zweite Saisonhälfte verstärkt. Der aktuelle polnische U21-Nationalspieler bringt die Erfahrung aus 11 Einsätzen in der 1. Bundesliga mit an den Alsenweg. Stand er am vergangenen Mittwoch erstmals beim Spielersatztraining mit einem Teil des aktuellen Kaders auf dem Platz, so entschied sich Patrick Glöckner  am Freitag dazu, ihn bereits auf die Auswärtsfahrt nach München mitzunehmen. Beim Stand von 0:1 feierte Dennis Jastrzembski in der 74. Minute sein Debut für die Buwe. Wir haben uns mit dem bis zum Saisonende von Hertha BSC ausgeliehenen Stürmer mal etwas genauer unterhalten und ihn nach seinen Eindrücken befragt.

Erstes Spiel, erster Sieg mit dem neuen Team. Wie waren deine Eindrücke von der Partie:

DJ: Es war wirklich ein tolles Spiel unter dem Strich mit einer starken Teamleistung der gesamten Mannschaft. Defensiv haben wir alles reingeworfen, um Timo im Tor das Leben weitestgehend leicht zu machen. In der Offensive haben wir dann auch immer wieder gefährliche Aktionen kreieren können, die wir dann in zwei Situationen sehr gut genutzt haben. Man hat denke ich gemerkt, dass wir noch nicht am Leistungsmaximum sind, aber auf einem guten Weg sind uns weiterhin als Team zu verbessern.

 

Du bist noch nicht lange in Mannheim. Wie ist dennoch dein erster Eindruck von deinem Aufenthalt in der Quadratestadt?

DJ: Ich wurde wirklich sehr gut von der Mannschaft aufgenommen und fühle mich hier auch direkt sehr wohl. Aus meiner Vergangenheit kenne ich auch bereits einige Spieler, was die Integration in der Mannschaft natürlich erleichtert. Sonderlich viel trainiert habe ich bisher aufgrund der kurzen Zeit noch nicht, jedoch merkt man, dass das Trainerteam viel Wert auf die technische Komponente legt, was mir sehr gefällt. Ich bin jetzt natürlich gespannt, was die kommenden Wochen mit sich bringen, aber ich habe ein richtig gutes Gefühl in meinen ersten Tagen in Mannheim.

 

Mit gerade einmal 18 Jahren hast du dein Debut in der 1. Bundesliga bei der Hertha gefeiert. Welche Erinnerungen verbindest du mit deinen ersten Spielen?

DJ: Ich hatte das Glück, unter Pal Dardai mein Debut feiern zu können. Er war es damals, der mich zur U15 von Hertha BSC gelotst hat und mir bereits in jungen Jahren das Vertrauen geschenkt hat. In der Jugend von der Hertha habe ich viel lernen können, weshalb mir dann der Schritt zu den Profis früh gelungen ist. Mit 18 Jahren dann im DFB-Pokal und der Bundesliga auflaufen zu können war natürlich gigantisch. Das sind Erfahrungen, die einem niemand mehr nehmen kann. Vor über 50.000 Zuschauern im Olympiastadion zu spielen ist von den Gefühlen her schwierig zu beschreiben. Das sind die Momente, wofür ein Fußballprofi lebt und die man anstrebt.

 

Beim SC Paderborn hast du nicht wirklich Spielanteile erhalten. Woran hat es deiner Meinung nach im Endeffekt gelegen?

DJ: So ist nun mal der Fußball. Mal geht es aufwärts, ein anderes Mal gibt es dann Phasen, in denen man sich nicht durchsetzen kann. Trotz der wenigen Spielminuten habe ich mir das Ziel gesetzt gehabt, dass ich im Training stets mit 100% auflaufen werde. Man muss auf den Moment gut vorbereitet sein, indem man dann seine Chance bekommt. Da muss man sowohl technisch, physisch, aber auch taktisch immer am Ball bleiben. Das hat mir jetzt auch geholfen, da ich so direkt beim Waldhof einsteigen konnte ohne lange Eingewöhnungszeit. Deshalb bedanke ich mich beim gesamten SC Paderborn, dass ich nun in einer guten Verfassung eine neue Herausforderung angehen kann.

 

Wo siehst du deine Stärken und wie kannst du dem Waldhof in den kommenden Monaten weiterhelfen?

DJ: Meine Stärke ist es, dass ich alles für die Mannschaft geben würde, um mit drei Punkten vom Platz gehen zu können. Mit meiner Geschwindigkeit und meiner Abschlussstärke kann ich der Mannschaft zusätzlich auch vor dem Tor helfen. Über die Flügel kann man gute Torchancen erspielen und da denke ich auch, dass ich dem Team helfen werde. Ob man dann selbst das Tor schießt oder eins vorbereitet ist oftmals zweitrangig. Man versucht als schneller Spieler vor allem die Gegenspieler zu binden und so Räume zu öffnen. Mein Spielstil passt so sehr gut zum Waldhof und ich werde alles dafür tun, dass wir noch viele Spiele in dieser Saison erfolgreich bestreiten können.

 

Der Fußball ist derzeit geprägt von Geisterspielen. Wie ist es für dich ohne Zuschauer auf dem Feld zu stehen?

DJ: Wenn man auf den Platz geht und die leeren Plätze sieht, dann merkt man immer, wie sehr man die Fans vermisst. Sie sind die Seele des Fußballs und nehmen einen Einfluss auf die Partie. Bevor ich nach Mannheim gekommen bin, habe ich ein Video vom Derby gegen Kaiserslautern in der vergangenen Saison gesehen. Als ich dann unsere Fans gesehen habe, hatte ich wirklich Gänsehaut und das ganze alleine vom Zuschauen auf dem Handy. Mir ist bewusst, wie wichtig das Spiel am Samstag ist, weshalb wir als Team natürlich alles in die Waagschale werfen werden, um das Spiel erfolgreich bestreiten zu können. Es wird definitiv eine große Herausforderung am Samstag sein, die wir nur als Team gemeinsam angehen können.

 

Für das Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern besteht weiterhin die Möglichkeit, Geisterspieltickets über unseren Online-Ticketshop zu erwerben. Hier geht’s zu den Tickets!

Foto: Kevin Damrose

01.02.2021

Jetzt Tickets sichern!