(jl) Luc Holtz veränderte seine Startelf auf vier Positionen. Boyd, Michel, Abifade und Rieckmann starteten anstelle von Lohkemper, Ferati, Mendes und Masca.
Die Kugel rollte an der Hafenstraße und der SVW begann mutig, ohne allerdings zwingend dabei zu werden. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang für die Blau-Schwarzen hatte Julian Rieckmann, der mit einer Direktabnahme in der 27. Minute zum ersten Mal Wienand im Essener Tor prüfte. Der Waldhof war gut in der Partie und musste trotzdem in der 31. Minute einen Nackenschlag hinnehmen. Mit einem langen Ball in die Spitze hebelten die Essener die Mannheimer Defensive aus. Janssen setzte sich im Zweikampf gegen Ba und Hoffmann durch und konnte den Ball flach an Nijhuis ins lange Eck schieben.
Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Der Waldhof spielte ordentlich mit, hatte mehr Ballbesitz, gewann mehr Zweikämpfe, im Spiel nach vorne fehlte aber Struktur und Durchschlagskraft.
Der zweite Durchgang war geprägt von einer langen Spielunterbrechung. In der 53. Minute war ein lauter Böllerknall auf der Seite des Gästeblocks zu vernehmen. Das Spiel lief zunächst weiter und Essen kam zu einer Top-Gelegenheit, die Nijhuis glänzend parierte. Danach wurde die Partie vom Schiedsrichter unterbrochen, da der Essener Torhüter durch die Böller-Detonation in seiner Nähe sich das linke Ohr hielt und benommen wirkte.
Insgesamt 40 Minuten dauerte die Spielunterbrechung, ehe Schiedsrichter Lennart Kernchen entschied, das Spiel fortzusetzen. Wienand im Essener Tor konnte hingegen nicht weitermachen. Für ihn rückte Casali in das Tor der Gastgeber. Der Waldhof versuchte nach der langen Unterbrechung direkt ins Spiel zu finden, doch die Bemühungen erfuhren in der 65. Minute einen herben Dämpfer, als Boyd seinen Gegenspieler mit hohem Bein und offener Sohle am Kopf traf und mit roter Karte das Feld verlassen musste. Eine harte Entscheidung.
In Unterzahl fiel dem SVW offensiv nicht mehr viel ein. Die Essener kamen noch zu einigen Abschlüssen, waren aber eher auf die Sicherung des Ergebnisses aus, was ihnen auch gelang. 1:0 hieß es schließlich am Ende für RWE.
Dem Waldhof fehlte über weite Strecken der Punch und die Durchschlagskraft in der Offensive. Das Fehlen von Ferati machte sich definitiv bemerkbar. Spätestens nach der roten Karte für Boyd war die Partie endgültig entschieden, auch wenn die Buwe kämpferisch bis zum Schluss gut dagegen hielten.
Weiter geht es für die Blau-Schwarzen am kommenden Sonntag um 13:30 Uhr mit einem Heimspiel gegen den TSV Havelse.

