Nach dreimaliger Führung: Waldhof mit Remis an der Ostsee

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(jl) Der SVW begann sein Gastspiel in Rostock mit zwei Veränderungen im Vergleich zum Saisonauftakt gegen Fortuna Düsseldorf. Im Tor gab Niemann sein Drittligadebüt für den infektgeschwächten Nijhuis. Auf der linken Seite rückte Darnell Keumo für Djayson Mendes in die Anfangsformation.

Die Buwe überließen den Rostockern in den Anfangsminuten das Spielgeschehen und schlugen bei ihrem ersten eigenen Angriff direkt eiskalt zu. Okeke setzte sich auf der rechten Seite durch und flankte scharf in die Mitte. Dort war Julian Ulbricht per Kopf zur Stelle und ließ Unbehaun im Tor der Rostocker keine Chance (7. Minute). Hansa zeigte sich vom frühen Gegentor kurz beeindruckt. Bierschenk hätte das fast zu nutzen gewusst, doch sein Abschluss nach Hereingabe von Klünter trudelte knapp am Tor vorbei (10. Minute).

In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der Rostock zwar mehr Ballbesitz hatte, der SVW aber den etwas gefährlicheren Eindruck machte. Rostock brauchte bis zur 26. Minute, ehe sie gefährlich vor das Tor der Buwe kamen. Nach einem schönen Steckpass lief Lennemann frei auf Niemann zu. Der blieb lange stehen und parierte schließlich glänzend im 1:1 gegen den Rostocker Angreifer.

Dann war wieder der Waldhof an der Reihe und zeigte sich erneut eiskalt vorm gegnerischen Tor. Thalhammer setzte zu einem beherzten Solo vom Mittelkreis bis an die Strafraumkante an, bediente dann Rieckmann, der sich im Strafraum nicht zweimal bitten ließ und eiskalt zum 0:2 vollendete (29. Minute).

Von Hansa war bis zur Pause eigentlich nichts mehr zu sehen und dennoch kam die Kogge noch zum Anschlusstreffer. Einwurf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, Polte verlängerte unfreiwillig per Kopf auf Voglsammer, der im Rückraum lauerte und mit einem satten Schuss Niemann keine Chance ließ (45.+1).

Wie schon in der ersten Hälfte gelang den Buwe auch im zweiten Durchgang ein Top-Start. Asallari schickte Bierschenk in die Tiefe, der den Ball an Unbehaun vorbei ins Tor zum 3:1 spitzelte (50. Minute). Hansa antwortete jedoch prompt. Wieder war es ein Standard. Wieder war es ein Einwurf. Diesmal landete der Ball im Strafraum vor den Füßen von Lennemann, der den Ball ansatzlos unter die Querlatte hämmerte (55. Minute). Ärgerlich für den Waldhof, weil man aus dem Spiel heraus bislang kaum etwas zuließ und spielerisch den reiferen und zielstrebigeren Eindruck machte.

Mit zunehmender Spieldauer schlichen sich bei den Blau-Schwarzen einige Ungenauigkeiten im Spielaufbau ein. Mota reagierte mit einem Dreifachwechsel in der 70. Minute: Mickels, Gregorio und Müller gaben ihr Drittligadebüt. Thill, Ulbricht und Bierschenk verließen das Feld. Trotz dieser Wechsel englitt den Buwe in dieser Phase die Partie. Wie schon bei den zwei Gegentoren zuvor war es wieder eine Standardsituation, die dem SVW zum Verhängnis wurde. Eckball Hansa – am kurzen Pfosten setzte sich Carstens per Kopf gegen Rieckmann zum 3:3 durch (76. Minute).

Waldhof kam nach dem Ausgleich offensiv nicht mehr richtig in die Partie, verteidigte aber den einen Punkt bis zum Ende aufopferungsvoll. Es hätte in der 88. Minute nach einem klaren Foulspiel an Gregorio sogar noch einen Strafstoß für den SVW geben müssen, doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. So blieb es schlussendlich beim 3:3-Unentschieden.

Spielerisch zeigte der Waldhof bis zur Mitte der zweiten Hälfte eine tolle Partie, muss sich jedoch den Vorwurf gefallen lassen, nach dem 3:1 nicht mehr genügend für die Offensive getan zu haben und bei der Verteidigung von Standardsituationen nicht konsequent genug agiert zu haben.

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