Starker Pokal-Fight wird nicht belohnt – Waldhof unterliegt dem FCK nach Verlängerung

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(jl) Drei Veränderungen nahm Rui Mota gegenüber dem 3:3 in Rostock vor: Thijmen Nijhuis kehrte für Jan Niemann ins Tor zurück, Claudio Kammerknecht rückte bei seinem Debüt im Waldhof-Trikot für den angeschlagenen Jid Okeke in die Viererkette, und Joey Müller begann im Mittelfeld anstelle von Vincent Thill, der zunächst auf der Bank Platz nahm.

Ausgeglichene erste Hälfte – Glück für die Buwe bei Tazemetas Pfostenschuss

Die erste Torchance der Partie gehörte dem SVW: Kushtrim Asallari trieb den Ball mutig durch die Mitte, spielte einen Doppelpass mit Julian Ulbricht und zog aus 17 Metern ab – Julian Krahl im Gäste-Tor kratzte die Kugel gerade noch so aus dem rechten Eck (12. Minute). Wenig später zog der Außenspieler erneut nach innen, diesmal fing Lauterns Schlussmann den Abschluss aus 18 Metern aber sicher (17.).

Anschließend zeigte sich auch der FCK erstmals in der Offensive: Joly bediente Ritter im Zentrum, der aus elf Metern überhastet links vorbeischob (19.). Nach einem Ritter-Freistoß faustete Nijhuis ins Toraus, den anschließenden Eckball wehrte er erneut ab, den Abpraller spitzelte Elvedi am Tor vorbei (25.). Der SVW zeigte sich noch einmal vor Pause. Müller ging nach einem Thalhammer-Pass steil, legte den Ball zurück auf Rieckmann, dessen Abschluss aber nicht kraftvoll genug geriet (31. Minute).

Kurz vor der Pause hatten die Buwe Glück. Berisha legte in den Rückraum für Tazemeta auf, dessen Schuss aus 11 Metern am linken Außenpfosten landete – Nijhuis bekam noch die Fingerspitzen an das Leder (40.). Dann war Schluss – mit einem torlosen Remis ging es in die Kabinen.

Gregorio fehlen Zentimeter zur Führung

Nach der Pause zeigte sich der SVW aktiver, hatte mehr Ballbesitz und versuchte offensiv Akzente zu setzen. Die beste Möglichkeit hatte dabei Thalhammer, der in der 61. Minute die Kugel aus kurzer Distanz aber nicht über die Linie drücken konnte.

Kurz danach reagierte Cheftrainer Rui Mota mit einem Dreifachwechsel und brachte Michel, Thill und Gregorio für Bierschenk, den angeschlagenen Thalhammer und Ulbricht (68. Minute). Der Portugiese Gregorio stand auch direkt im Rampenlicht. An der rechten Sechzehnerkante zog er ansatzlos ab und hämmerte den Ball an den rechten Pfosten (74. Minute). In der Schlussphase hatten die Blau-Schwarzen durch Thill (86. Minute) und der FCK im direkten Gegenzug durch Kanaté noch einmal gute Möglichkeiten, doch es blieb beim 0:0 nach 90 Minuten.

Nach dem Abpfiff der regulären Spielzeit kam es zu einer Rudelbildung, in deren Folge Ritter, Gregorio und Nijhuis Gelb sahen. Anschließend kochten auch auf den Rängen die Emotionen über. Der souverän leitende Schiedsrichter Robert Schröder schickte die Teams in die Kabinen. Stattdessen kam die Polizei aufs Feld. Erst nach mehr als einer halben Stunde Unterbrechung hatte sich die Lage wieder beruhigt und die Verlängerung konnte angepfiffen werden.

Kanaté mit dem Lucky Punch für den FCK

Die erste Hälfte der Verlängerung verstrich weitgehend ereignislos. Aufregend wurde es aber direkt danach. Keumo, der ein Top-Leistung auf der rechten Außenbahn zeigte, klärte einen Kopfball von Kunze auf der Linie (110. Minute). Kurz danach retteten Klünter und Nijhuis gemeinsam gegen Kanaté (111. Minute).

Auch der Waldhof stürmte immer wieder nach vorne, ohne sich dabei allerdings für den Aufwand zu belohnen. Das in der Verlängerung immer wieder weite Aufrücken der Buwe sollte sich in der 120. Minute rächen. Waldhof lief in einen Konter des FCK und musste drei gegen vier verteidigen. Kanaté wusste das zu nutzen und schlenzte den Ball aus rund 18 Metern in den Winkel. In der Nachspielzeit der Verlängerung hatte der eingewechselte Boyd noch den Ausgleich aus dem Fuß, bekam den Ball im Strafraum aber nicht richtig unter Kontrolle (120.+3).

Dann war Schluss. Der SVW verliert nach 120 Minuten knapp mit 0:1. Im Schlagabtausch mit dem FCK zeigten die Buwe eine geschlossene Mannschaftsleistung und hatten die klassenhöheren Lauterer phasenweise am Rande einer Niederlage.

Weiter geht es für die Blau-Schwarzen in der 3. Liga mit einem Auswärtsspiel. Am Sonntag, den 30. August, gastiert der SVW um 16:30 Uhr beim TSV Havelse.

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