Thills Traumtor bringt Waldhof auf die Siegerstraße

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Drei Neuzugänge standen zum Saisonauftakt in der Startelf von Trainer Rui Mota: Moritz Polte und Jid Okeke begannen in der Viererkette, Julian Ulbricht agierte als einzige echte Spitze. Vor gut 19.000 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion sprang zum Auftakt in die 3. Liga ein 2:1 gegen Zweitligaabsteiger Fortuna Düsseldorf heraus.

Auftakt nach Maß dank Vincent Thill

Die Partie nahm sofort Fahrt auf: Bereits in der 4. Minute zog Djayson Mendes von der linken Seite scharf auf die kurze Ecke ab, Gästekeeper Lasse Rieß kratzte den Ball gerade noch von der Linie. In der 7. Minute prüfte Eric Hottmann aus halblinker Position Thijmen Nijhuis, der zur Ecke parierte; den anschließenden Seitfallzieher von Yassine Bouchama setzten die Gäste knapp über das Tor. Thill antwortete in der 10. Minute mit einem Abschluss aus dem Strafraum, der über die Latte strich, ehe Nijhuis eine gefühlvolle Freistoßflanke von Marcel Benger aus der Gefahrenzone faustete (14.).

Dann schlug der SVW zu: In der 18. Minute nahm sich Vincent Thill aus gut 25 Metern und halblinker Position ein Herz und hob den Ball über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Rieß hinweg ins Netz – ein Traumtor zum 1:0. Der Torschütze hätte kurz darauf beinahe nachgelegt, als er einen Freistoß über die Mauer zirkelte und die Querlatte nur um Zentimeter verfehlte (22.). Auch Bierschenk kam nach schnellem Umschaltspiel halbrechts im Strafraum zum Abschluss, scheiterte aber am Gästekeeper (24.). Nach einer Ecke, die Okeke herausgeholt hatte, klärte Tim Oberdorf per Kopf (29.).

Die Buwe kontrollierten die Partie über weite Strecken, gewannen mehr Zweikämpfe und kamen deutlich häufiger zum Abschluss als die Fortuna. Erst gegen Ende der Halbzeit wurden die Gäste wieder mutiger: Matthias Zimmermann flankte in der 37. Minute auf Hottmann, dessen Direktabnahme knapp am Pfosten vorbeirauschte. In der 45. Minute setzte sich Bouchama im Fünfmeterraum durch und legte quer, doch Düsseldorf brachte den Ball nicht im Tor unter. Das letzte Wort hatte Kushtrim Asallari, der von der Strafraumkante abzog und den rechten Winkel knapp verfehlte (45.+2).

Blitzstart nach der Pause – und ein zäher Schlussspurt

Düsseldorf kam mit einem Dreifachwechsel aus der Kabine, doch der Waldhof brauchte nur drei Minuten: Asallari schickte Okeke per Hacke auf die rechte Seite, der Neuzugang legte flach in die Mitte, und Julian Ulbricht netzte aus zehn Metern eiskalt unten rechts zum 2:0 ein (48.). Die Hausherren blieben mutig, pressten hoch und ließen die Fortuna zunächst kaum atmen. Nach einem Dribbling von Asallari gab es in der 55. Minute die nächste Ecke, die ein Düsseldorfer per Kopf klärte.

Der Anschlusstreffer fiel dennoch prompt: In der 56. Minute wurde Jomaine Consbruch rechts im Strafraum steil geschickt, legte auf Jordi Paulina zurück, und nach der Parade von Nijhuis staubte Fabian Schleusener aus rund zehn Metern zum 2:1 ab. Rui Mota reagierte in der 59. Minute mit einem Doppelwechsel und nahm beide Torschützen vom Feld – Arlind Rexhepi und Terrence Boyd kamen für Thill und Ulbricht. Danach zerfaserte die Partie zusehends, gelbe Karten für Mendes (66.), Muteba (81.) und Boyd (90.+3) unterstrichen die Hektik.

In der Schlussphase wurde es noch einmal eng. Kaden Amaniampong flankte in der 81. Minute butterweich auf den Kopf von Schleusener, dessen Kopfball vom rechten Innenpfosten in die Arme von Nijhuis sprang. Okeke rettete in der 87. Minute im Laufduell gegen denselben Angreifer, ehe Consbruch zwei Minuten später scharf vor den kurzen Pfosten brachte, wo Paulina knapp verpasste (89.). Nach sechs Minuten Nachspielzeit und einer Strafstoßforderung Paulinas, der die Unparteiische zu Recht nicht nachkam (90.+2), brachte der Waldhof die Führung über die Zeit.

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