Waldhof verspielt 2:0-Führung und verliert in Havelse

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(jl) Der SV Waldhof Mannheim musste am dritten Spieltag der laufenden Drittliga-Saison die erste Niederlage hinnehmen. Beim TSV Havelse führten die Buwe nach einem starken Beginn bereits mit 2:0, verloren anschließend jedoch zunehmend den Zugriff auf die Partie und mussten sich am Ende mit 2:3 geschlagen geben.

Im Vergleich zum Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern nahm Cheftrainer Rui Mota drei Veränderungen in seiner Startelf vor. Jid Okeke, Vincent Thill und Gonçalo Gregorio rückten für Moritz Polte, Joey Müller und Julian Ulbricht in die Anfangsformation. Die Buwe übernahmen von Beginn an die Kontrolle über das Spiel und drängten Havelse tief in die eigene Hälfte. Havelse schaffte es in den ersten Minuten der Partie nicht, die zahlreichen Flanken des SVW in den Strafraum zu unterbinden.

Fast folgerichtig gingen die Buwe dann auch in der 21. Minute in Führung und belohnten sich für die starke Anfangsphase. Lovis Bierschenk behielt im Strafraum die Übersicht und legte auf Gregório ab. Der Portugiese nahm den Ball mit und schlenzte ihn aus rund 15 Metern zur verdienten Führung ins rechte Eck. Nur zwei Minuten später legten die Blau-Schwarzen nach. Nach einer kurz ausgeführten Ecke bekam Thill den Ball von Kushtrim Asallari zurück und traf aus spitzem Winkel sehenswert ins lange Eck zum 0:2 (23. Minute).

Havelse zeigte sich von diesem Doppelschlag allerdings nicht geschockt und antwortete postwendend. Jesse Tugbenyo spielte einen Ball hinter die Mannheimer Abwehr, Alexander Guiddir setzte sich durch und spitzelte das Leder am herauslaufenden Thijmen Nijhuis vorbei ins Tor (25. Minute). Der Anschlusstreffer war ein Wirkungstreffer. Den Buwe entglitt die Partie zunehmend, während Havelse den Druck erhöhte. Kurz vor der Pause dann die große Chance zum Ausgleich für Havelse. Nach einem Tackling von Lukas Klünter gegen Guiddir entschied Schiedsrichter Koji Takasaki auf Strafstoß, obwohl Klünter in der Szene klar den Ball spielte. Nijhuis ließ sich davon nicht beeindrucken und parierte den Elfmeter von Johann Berger (45.). So ging es mit der knappen Mannheimer Führung in die Kabinen.

Zur zweiten Halbzeit brachte Mota Joey Müller für Asallari. Die erste Chance nach der Pause gehörte jedoch dem TSV Havelse. Nijhuis verhinderte mit einem starken Fußreflex gegen Yannick Mausehund den Ausgleich. Nur drei Minuten später stand der Mannheimer Schlussmann erneut im Mittelpunkt. Nach einem langen Ball kam Nijhuis gegen Guiddir zu spät, diesmal war der Strafstoß für Havelse die folgerichtige Entscheidung. Erneut parierte Nijhuis, diesmal gegen Kwasi Wriedt. Der Abpraller landete jedoch wieder beim Havelser Angreifer, der im Nachschuss zum 2:2 traf (57. Minute).

Nach dem Ausgleich verflachte die Partie zunächst. Mota reagierte und brachte mit Leroy-Jacques Mickels und Julian Ulbricht für Thill und Bierschenk zwei frische Offensivkräfte (67.). Später kamen Terrence Boyd für Gregório sowie Diego Michel für Maximilian Thalhammer. Am Verlauf änderten die Wechsel jedoch nichts. Es sollte sogar noch schlimmer kommen für den SVW.

Denn in der 84. Minute drehten die Gastgeber die Partie schließlich komplett. Berger bekam auf der linken Seite Platz und flankte in den Strafraum. Dort setzte sich Leon Sommer-Deiss im Duell mit Darnell Keumo durch. Der Ball wurde von Keumo ins eigene Tor abgefälscht und der Treffer entsprechend als Eigentor zum 3:2 gewertet. Der SVW versuchte in den verbleibenden Minuten noch einmal, auf den Ausgleich zu drängen, konnte sich aber keine entscheidende Möglichkeit mehr erspielen.

So blieb es beim 3:2 für Havelse – eine vermeidbare Niederlage. Nach der frühen 2:0-Führung verloren die Buwe bereits vor der Pause zunehmend die Kontrolle über das Spiel und fanden insbesondere nach dem Seitenwechsel offensiv kaum noch Lösungen. Auch in der Defensive hatten sie keine Antworten auf das Spiel von Havelse, das mit langen Bällen an den Strafraum den SVW immer wieder in Verlegenheit brachte.

Chance auf Wiedergutmachung haben die Buwe am kommenden Samstag, wenn der SC Verl zu Gast im Carl-Benz-Stadion sein wird.

HIGHLIGHTS

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